Balance – Die Basis für gutes Reiten

Balance ist ein Schlagwort, das derzeit unser Leben bestimmt, wie kaum ein anderes. Wir essen Brötchen mit einem Balance-Brotaufstrich, der zu einer Hälfte aus Butter und zur anderen aus Margarine besteht. Schaukelt dadurch mein halbes Brötchen weniger auf dem Teller? Auch unser Müsli besteht aus ausbalancierten Cerealien und die halten vermutlich die Packung dadurch in der Waagerechten. Ebenso bei der Arbeit, im Büro, bestimmt Balance unser Tun. Wir verbringen den ganzen Tag am Schreibtisch, auf dem ausbalancierten Bürostuhl „Smörrebröd Pro Balance“ eines schwedischen Möbelhauses und auch unsere Maus ist ergonomisch geformt und liegt ausbalanciert in der Hand. Alles, um Rücken und Gelenke zu schonen und ein angenehmes Arbeiten zu gewährleisten. Und wenn wir mental, also psychisch, etwas aus der Balance geraten, heißt es, ab auf die Couch zum Psychotherapeuten. Mit viel Feingefühl balanciert der uns mental wieder aus. Doch wie sieht der Alltag in den Reitställen, auf den Reitplätzen und draußen im Gelände aus? Nicht selten sieht man Reiter auf ihren Pferden hin- und herfallen, da wird rechts gezogen und wenn das Pferd trotzdem links abbiegt, wird eben links rum geritten. Beim nächsten Mal wird einfach etwas mehr am Zügel gezerrt und irgendwie wird das Pony schon rechts abbiegen. Wieder andere sitzen zusammengefallen wie ein Kartoffelsack auf ihren Pferden, wahrscheinlich ermüdet vom ganzen Tag im Smörrebröd Pro Balance Drehstuhl und wundern sich, dass das Pferdchen wieder mal nicht vorwärts gehen will. Aber auch das Gegenteil gibt es. Da stehen die Reiter fast schon in den Bügeln, den Oberkörper immer schön im Wind und wundern sich, dass ihr Pferd nicht ruhig im Schritt gehen kann. Alles eine Frage der Balance.

Weiter lesen im HORSEMAN Oktober 2018

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