Wege durch die Dunkelheit – wenn das eigene Pferd erblindet

Die Haltung eines blinden Pferdes ist schon eine Herausforderung – allein die Vorstellung ist für viele unmöglich. Immer wieder stoße ich auf Unverständnis, welches – angesichts der Tatsache, dass Pferde Fluchttiere sind und ihr Fluchtverhalten maßgeblich mit dem Sehen zusammenhängt – nachvollziehbar ist. Aber genau das ist der Punkt: Den Pferden fehlt ein Sinn und exakt das macht sie auch visuellen Reizen gegenüber unempfindlich. Sie lernen, nach einer gewissen Anpassungs- und Gewöhnungszeit, die verbliebenen Sinne zu erweitern und zu verfeinern. Blinde Pferde hören, riechen und fühlen besser; es entsteht sogar der Eindruck eines „inneren Auges“. Mit Verlust des Augenlichts, fehlt auch eine Form der Ablenkung: Das Pferd ist konzentrierter bei der Arbeit und lässt sich eher auf mich ein. Aber bis es soweit ist, müssen noch viele Steine aus dem Weg gerollt werden.

Weiter lesen im HORSEMAN Februar 2019

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